Vortragsveranstaltungen

Regionales kooperatives Rheumazentrum Ostwestfalen-Lippe e.V
Mitglied der AG der Regionalen Rheumazentren im Kompetenznetz Rheuma
www.rheumanet.org
Vorsitzender Prof. Dr. F.-W.Hagena
Geschäftsstelle
Auguste-Viktoria-Klinik
Am Kokturkanal 2 32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731-247101
Fax 05731-247183
Einladung zum Workshop
Integrierte Versorgung chronisch Rheumakranker in OWL
'Integrierte Versorgung als Regelversorgung' ab 2004
Teilnehmer, Ziele - Prozesseigner, Projektträger - Dokumentation, Koordination - Werkstatt, Leitstelle
Beispiel Herdecker Modell
03.03.2004 17°° Bielefeld, Oelmühlenstr. 57-59, 'Blauer Salon' im Haus der AOK |
Die Einrichtung und die Förderung der Regionalen kooperativen Rheumazentren in den 90er Jahren und ihrer Vorgängermodelle in den 80er Jahren galt folgenden Zielen:
- die engere Verzahnung stationärer und ambulanter Versorgung
- die bessere Betreuung in den verschiedenen Krankheitsphasen
- die Einbindung der Patienten in die Versorgungskette
- die Intensivierung der Kooperation aller Personen und Institutionen, die an der Behandlung beteiligt sind
An der Umsetzung dieser Ziele arbeiteten die Mitglieder des Rheumazentrums OWLvon 1999 bis 2002 im Projektkreis 'Integrierte Versorgung', bestehend aus Vertretern regionaler Versorgungseinrichtungen (Praxis und Akut- und Reha-Klinik), Selbsthilfegruppen, GKV und MDK, KV und Gesundheitswissenschaftlern. Damals wurde erarbeitet, wer zur Unternehmung 'Integrierte wohnortnahe Versorgung' Rheumakranker gehört. Das Ergebnis findet sich in der Skizze eines 'Lernenden Versorgungsnetzes', siehe Flyer in der Anlage. Schon damals war klar, dass die Regionalstruktur zur Umsetzung dieser Vorstellungen stellenweise weiterentwickelt werden muss.
Dafür eröffnet das GMG jetzt Möglichkeiten. Konkrete Vorüberlegungen wurden im Rahmen einer Arbeitssitzung am Rande des Rheumatages OWL 2003 (Motto: Aufbruch in die Integrierte Versorgung), angestellt. Frau Howe, MdL, Mitglied der Enquetekommission Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung in NRW, AG Rheuma, machte den Vorschlag, am Beispiel 'Modell Herdecke' zu überlegen, was im Rahmen vorhandener Strukturen vor Ort machbar ist.
Dies, und welche Rolle dabei das Rheumazentrum OWL (modellhaft?) spielen kann, soll mit den Teilnehmern des Projektkreises 'Integrierte Versorgung 1999' und Teilnehmern des Rheumatages 'Aufbruch in die Integrierte Versorgung 2003', sowie weiteren Experten beraten werden.
Die Veranstaltung wird von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften unterstützt, insbesondere von der AG 1 (Prof. Badura, Sozialepidemiologie und Gesundheitssystemgestaltung).
Wir laden herzlich ein!
Anmerkungen zur regionalen Versorgungssituation und zur Anmeldung:
Zielgruppenbezogenen Versorgungsaufgaben in OWL
Aus Sicht des Rheumazentrums OWL besteht dringender Handlungsbedarf zur Verbesserung bzw. zur Darstellbarkeit der regionalen Versorgungsqualität vor allem in vier Punkten.
Diese werden hier als Grundlage zur Überlegung, ob und in welchen Punkten wir uns bei zukünftigen Konzepten am Versorgungsmodell 'Herdecke' orientieren können, aufgezählt:
- Aus versorgungsmedizinischer Sicht muss in OWL ein flächendeckendes spezialisiertes Angebot zur Frühdiagnostik und kontinuierlichen fachärztlichen Mitbetreuung in Wohnortnähe in einigen Kommunen noch geschaffen werden. Möglicherweise können in Zukunft Krankenhauseinrichtungen zur Behebung lokaler Strukturschwächen herangezogen werden.
- Zur Förderung der Fähigkeit zur Selbsthilfe müssen greifbare und überprüfbare Angebote zur ambulanten Rehabilitation chronisch Kranker, lokale Wegweiser und Brücken zwischen solidarfinanzierter Versorgung im Sinne von §5 SGB IX ausgebaut werden. Aspekte der Gesundheitsförderung müssen mehr beachtet und in das regionale Konzept integriert werden.
- Als Grundlage für evidenzbasiertes Handeln und nachvollziehbares Planen fehlen auf allen Versorgungsebenen praxistaugliche, aus allen Versorgungsbereichen zusammengeführte Daten zur Qualitätssicherung. Benötigt wird ein System zur Erfassung, Auswertung und Veröffentlichung von Daten, das allen Beteiligten zumutbar ist. Ein Vorschlag dazu liegt vor.
- Datengestützte Steuerung und Koordination der regionalen Versorgung chronisch Kranker ergibt sich nicht von selbst. Das Regionale Rheumazentrum hat mangels vergleichbarer regulärer gesundheitspolitischer Strukturen im Laufe der Zeit eine Rolle als Forum zur Weiterentwicklung der zielgruppenbezogenen wohnortnahen Versorgung (und gleichzeitig damit die Funktion einer interdisziplinären Weiterbildungsstätte) übernommen. Es ist zu klären, ob diese Funktion auf Dauer regulärer Bestandteil der Integrierten Versorgung sein soll.
Zu bemerken ist, dass es sich bei der Gruppe 'chronisch Rheumakranke' um eine heterogen zusammengesetzte Zielgruppe handelt.
In der Versorgungsregion OWL (Regierungsbezirk Detmold) leben 2 Mio. Einwohner.
Die Region besteht aus sieben Kommunen, die zu vier KV-Bezirken zusammengefasst sind.
Bei einer geschätzten Prävalenz von 0,8% kommt die häufigste chronische Rheumakrankheit aus dem Bereich der entzündlichen Rheumaerkrankungen, die chronische Polyarthritis, in OWL in ca 20.000 Fällen vor. Diese Diagnose macht im Spektrum der spezialisierten Einrichtungen 30-50% des Patientenaufkommens aus und kann als 'Markerdiagnose' für Versorgungsmanagement benutzt werden.
Bitte Teilnahme und zum 31.01.2004 schriftlich anmelden!
Kontaktadresse:
Dipl. Soz. J. Staender
Uni Bielefeld - Gesundheitswissenschaften
Postfach 100131
33501 Bielefeld
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Informationen vom 2. Deutschen Sjögren-Tag
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